Rundbrief März 2026
2. April 2026Liebe Bürger, liebe Freunde,
hinter uns liegen bewegte Wochen, die einmal mehr zeigen: Während die Welt sich neu ordnet, verliert Deutschland unter der aktuellen Regierung massiv an Boden. Von meinen außenpolitischen Gesprächen in Indien und den USA bis hin zum industriellen Offenbarungseid in Wolfsburg – die Einschläge kommen näher.
Raisina-Dialogue in Neu-Delhi: Deutschland darf den Anschluss nicht verlieren!
Vom 3. bis 6. März begleitete ich die Delegation der NATO-PV nach Neu-Delhi. Dort nahm ich am Raisina-Dialogue teil, der führenden Sicherheitskonferenz in Asien. Indien steigt als „Leading Power“ auf. In Diskussionen über wirtschaftliche Sicherheit und die BRICS-Dynamiken wurde deutlich: Die Stabilität der Region ist untrennbar mit unseren europäischen Interessen verknüpft. Deutschland darf hier nicht den Anschluss zu den neue Realitäten verlieren.
Transatlantischer Dialog: Sicherheitspolitische Gespräche in Washington D.C .
Mitte März folgten politische Gespräche in Washington D.C. Im Austausch mit Nathaniel Dean, dem Acting Deputy Assistant Secretary im US-Außenministerium, sowie mit Brendan Hanrahan, dem Senior Bureau Official des Bureau of European and Eurasian Affairs, thematisierten wir die transatlantische Sicherheitspolitik und die Rolle der AfD in Deutschland. Anschließend traf ich den Kongressabgeordneten Mike Turner, mit dem ich über die rüstungspolitische Zusammenarbeit zwischen den USA und Europa sprach. Den Abschluss bildeten Fachgespräche an der Johns-Hopkins-Universität und ein Austausch mit Think-Tanks wie dem Hudson-Institut. Im Dialog mit US-Militärs zur Lage im Nahen Osten wurden auch kritische Stimmen laut: Ohne klar definierte Kriegsziele bleibe ein militärisches Vorgehen gegen den Iran hochriskant.
Schockzahlen aus Wolfsburg: Gewinn bei VW bricht um 44 Prozent ein!
Die aktuelle Bilanz von Volkswagen ist ein Offenbarungseid für den Industriestandort Deutschland. Der Gewinneinbruch um 44 Prozent ist das Ergebnis einer toxischen Mischung aus ideologischer Verblendung und geopolitischem Versagen. Bis 2030 droht der Wegfall von 50.000 Arbeitsplätzen. Was wir hier sehen, ist die Quittung für eine Politik, die unsere Schlüsselindustrien in Geiselhaft nimmt. Das zwanghafte Festhalten an der E-Mobilität hat Milliarden verbrannt. Wer die Axt an den Verbrenner legt, zerstört das Rückgrat unseres Wohlstands!
Haushalts-Trickserei beim Sondervermögen
Was wir als AfD seit Langem kritisieren, ist nun belegt: Das „Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz“ ist ein gigantischer Lückenfüller für einen maroden Haushalt. Das Finanzministerium hat über ein Dreivierteljahr hinweg Warnungen des Bundesrechnungshofes schlichtweg ignoriert. Anstatt notwendige Strukturreformen anzugehen, wird Zeit gekauft und Geld ohne echte Kontrolle verkonsumiert. Klingbeil und die Regierung setzen das Spiel mit dem Geld der Steuerzahler fort, als gäbe es kein Morgen. Wir fordern: Schluss mit der Schulden-Trickserei! Ein Haushalt muss stabil und ehrlich sein, anstatt Probleme auf die lange Bank zu schieben.
Die aktuellen Entwicklungen zeigen: Deutschland braucht dringend eine Politik mit Realitätssinn – in der Wirtschaft wie in der Außenpolitik. Ich werde mich im Bundestag weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Interessen unserer Bürger wieder an erster Stelle stehen und unser Land nicht länger zum Spielball ideologischer Experimente wird.
Mit herzlichen Grüßen aus Berlin,
Ihr
Gerold Otten
Mitglied des Deutschen Bundestages